Keyword-Strategie
Keyword-Recherche: die richtigen Suchbegriffe für B2B finden
Gute SEO beginnt mit der Frage: Wonach suchen Ihre Kunden wirklich? Die Keyword-Recherche liefert die Antwort – und ist die Grundlage jeder Content-Planung.
Keyword-Recherche: Definition und Ziel
Die Keyword-Recherche ermittelt, mit welchen Begriffen Ihre Zielkunden in Suchmaschinen nach Lösungen, Anbietern und Informationen suchen. Sie ist die Grundlage jeder Content-Strategie – denn nur wer die Sprache seiner Kunden kennt, kann Inhalte erstellen, die relevant sind und gefunden werden.
Im B2B ist das Suchvolumen einzelner Begriffe oft klein. Dafür sind die Anfragen häufig hochwertig: Ein Begriff mit 30 Suchen pro Monat kann relevanter sein als einer mit 3.000, wenn er direkt zu Ihrem Angebot führt.
Keyword-Recherche beginnt mit der Suchintention
Bevor Sie Zahlen betrachten, klären Sie, was hinter einem Begriff steckt. Dieselben Wörter können völlig unterschiedliche Absichten haben:
| Intention | Beispiel | Passender Inhalt |
|---|---|---|
| Informational | „Was ist Managed Service“ | Ratgeber, Glossar, Erklärseite |
| Kommerziell | „Managed Service Anbieter Vergleich“ | Vergleichsseite, Entscheidungshilfe |
| Transaktional | „IT-Dienstleister anfragen Stuttgart“ | Leistungsseite mit Kontaktmöglichkeit |
| Navigational | „seoXpress Kontakt“ | Markenseite, Kontaktseite |
Keyword-Recherche: Intention über die Suchergebnisse prüfen
Der einfachste Test: Suchen Sie den Begriff selbst und sehen Sie, welche Seitentypen Google ausspielt. Zeigt die erste Seite fast nur Ratgeber, wird eine reine Verkaufsseite dort kaum ranken – und umgekehrt.
Schritt für Schritt zur Keyword-Liste
- Themen sammeln: Leistungen, Produkte, Probleme und Fragen Ihrer Kunden – aus Vertrieb, Support und Gesprächen.
- Begriffe erweitern: Mit Keyword-Tools, Google Suggest, „Ähnliche Fragen“ und der Google Search Console Varianten und Long-Tail-Begriffe finden.
- Wettbewerber analysieren: Für welche Begriffe ranken Mitbewerber, und wo gibt es Lücken?
- Bewerten: Suchvolumen, Wettbewerbsintensität, Suchintention und Geschäftsrelevanz einordnen.
- Priorisieren und zuordnen: Pro Seite ein Hauptbegriff und passende Nebenbegriffe festlegen.
Keywords bewerten und priorisieren
| Kriterium | Frage dazu |
|---|---|
| Geschäftsrelevanz | Bringt der Begriff potenzielle Kunden – oder nur Besucher? |
| Suchvolumen | Wie oft wird er gesucht? (Tool-Werte sind Schätzungen) |
| Wettbewerb | Wie stark sind die Seiten, die bereits ranken? |
| Intention | Können wir den erwarteten Seitentyp liefern? |
| Realistische Chance | Haben wir Autorität und Expertise für das Thema? |
Starten Sie mit Begriffen, bei denen hohe Relevanz auf überschaubaren Wettbewerb trifft („Low Hanging Fruits“), und bauen Sie von dort Themenautorität auf.
Long-Tail und Themencluster
Spezifische, mehrteilige Suchanfragen (Long-Tail) haben weniger Volumen, aber meist klarere Intention und weniger Wettbewerb. Gruppieren Sie verwandte Begriffe zu Themenclustern: eine Hauptseite (Pillar) und mehrere vertiefende Seiten, die sich gegenseitig verlinken. So signalisieren Sie Suchmaschinen thematische Tiefe.
Typische Fehler vermeiden
- Nur nach Suchvolumen sortieren, ohne Geschäftsrelevanz zu prüfen.
- Mehrere Seiten auf denselben Begriff optimieren (Kannibalisierung).
- Intention ignorieren und Begriffe mit dem falschen Seitentyp bedienen.
- Recherche einmalig durchführen statt regelmäßig zu aktualisieren.
Keyword-Recherche: Beispiel für ein B2B-Thema
Ein IT-Dienstleister möchte sein Angebot „Managed Services“ vermarkten. Die Recherche zeigt vier Gruppen von Begriffen:
| Gruppe | Beispielbegriff | Seitentyp |
|---|---|---|
| Problem | IT-Betreuung Mittelstand Probleme | Ratgeber |
| Lösung | Managed Services Leistungen | Leistungsseite |
| Vergleich | Managed Service oder Inhouse-IT | Vergleichsseite |
| Anbieter | IT-Dienstleister Stuttgart | Standortseite |
Jede Gruppe bekommt eine eigene Seite mit klarem Hauptbegriff. So vermeiden Sie Überschneidungen und decken die gesamte Recherchephase ab.
Keyword-Recherche: Datenquellen im Überblick
Für eine fundierte Recherche kombinieren Sie mehrere Quellen:
- Google Search Console: zeigt, wofür Ihre Seite bereits Impressionen erhält.
- Keyword-Tools: liefern Suchvolumen, Schwierigkeit und verwandte Begriffe.
- Suchvorschläge und „Ähnliche Fragen“: zeigen typische Formulierungen.
- Vertrieb und Support: kennen die Fragen und Begriffe echter Kunden.
Behandeln Sie Tool-Zahlen als Näherungswerte und prüfen Sie wichtige Begriffe immer zusätzlich in den Suchergebnissen.